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Schlußwort hierzu

88 Citations1930
W. Levinthal
Deutsche Medizinische Wochenschrift

No TL;DR found

Abstract

ich habe nie auch nur angedeutet und es muß endlich gegen den wiederholten Versuch von R e j e h e r t und W o 1ff, die Diskussion auf ein abwegiges Gleis zu schieben, Verwahrung eingelegt werden -, daß die in Frage stehenden Pasteurellabazillen in die lJntergruppe des B a c t. b j p o la r e (Repräsentant: der Hühnercholerabazillus von P a s t e u r) gehören; vielmehr habe ich von Anfang an und wiederholt von p e s t ä h n li c h e n Pasteurellen gesprochen und damit, was jedem Sachkenner klar sein muß, eine m o r p h o 1 o g i s c h e Charakterisierung gegeben. Der tabellarische Vergleich nut einem Bact. bipolare ist also gegenstandslos und hat nichts mit der Streitfrage Diplokokkus oder Bazillus?" zu tun. Daß ich aus meinen Versuchen eine besondere Bösartigkeit (der Kulturen) herauslese und dies durch das wort ,pestähnlich' immer wieder zu unterstreichen bemüht" bin, ist eine unbegründete Behauptung Wolffs ; ich halte vielmehr seine sämtlichenStämme variierter Gonokokken" für durchaus harmlose Schleimhautsaprophyten, deren einzige Bösartigkeit in dem Streich zu sehen ist, den sie ihrem Untersucher gespielt haben. Die von mir studierten Abimpfungen des Stammes Wo. I, von dem ich W olf f nach Abschluß meiner Untersuchung auf Wunsch eine Kultur übersandte, waren R e i nk u lt u r e n von Bakterien der Pasteurellagruppe; offenbar ist W o 1ff durch die starke Pleomorphie des Stammes verleitet worden, die Kultur für unrein zu halten. Ich habe die intraperitoneale Einspritzung der schwach virulenten Stämme. empfohlen, um die Stäbchenform und Polfärbung besonders deutlich hervortreten zu lassen. Die Tierversuche der Tabelle beziehen sich auf subkutane Einspritzung; sie widersprechen also nicht, wie, W o 1ff behauptet, den .meinigea.