Hörer-Orientierung in technischen Instruktionen
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Abstract
Gegenstand unseres Beitrags ist die Hörer-Orientierung bei der sprachlichen Vermittlung technischen Wissens. Hierbei unterrichtet eine Person (Experte) eine andere Person (Novize) in der Absicht, daß diese die Logik eines gegebenen technischen Verfahrens versteht und dieses Verfahren mit Hilfe einer entsprechenden Apparatur selbständig durchführen kann. Das zu vermittelnde Wissen umfaßt einen theoretischen Anteil (was geschieht bei dem speziellen technischen Verfahren und warum?), einen instrumenteilen Anteil (welche Werkzeuge und/oder Apparaturen sind notwendige Voraussetzungen für den Ablauf des Verfahrens?) und einen praktischen Anteil (was muß man tun, um das Verfahren sachgerecht durchzuführen?). Das sprachliche Produkt, das die entsprechenden Informationen enthalten und vom Experten zum Ausdruck gebracht werden muß, ist die Instruktion; sie ist eine externe Repräsentation des in Frage stehenden und zu vermittelnden Expertenwissens. Prinzipiell gilt, daß dasselbe Wissen in der Instruktion in verschiedener Weise extern dargestellt werden kann. Die Verschiedenheit der Darstellung hängt in hohem Maße von den Bedmgun- gen der Instruktionssituation ab, insbesondere davon, wie die instruierende Person den Novizen einschätzt; sie ist in ihrer Instruktionsproduktion am Hörer orientiert.
