Blended Learning im Seminar Allgemeinmedizin - Umsetzung und Akzeptanz des Einsatzes virtueller Patienten
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Abstract
Hintergrund: Virtuelle Patienten (VPs) können theoretisch in der allgemeinmedizinischen Lehre ein wertvolles Instrument sein und es wird viel über Möglichkeiten und Barrieren für den Einsatz von E-Learning diskutiert. Ziel dieses Artikels ist es, die konkrete Umsetzung eines Blended-Learning-Konzepts mit virtuellen Patienten im Seminar des Kurses Allgemeinmedizin zu beschreiben sowie den damit verbundenen Aufwand und die Akzeptanz durch die Studenten. Methoden: Drei Fälle mit VPs im hausärztlichen Setting wurden mit dem Programm Docs'n Drugs/Soon-Trainer erstellt. Im Wintersemester 2005/06 und im Sommersemester 2006 wurde im Kurs Allgemeinmedizin bei einem Seminartermin das Konzept des „Blended Learning” umgesetzt, indem ein Patienten-Fall vorbereitet und nach dem Seminar zwei weitere nachbereitet werden mussten. Rückmeldung der Studenten erfolgte über einen 7-teiligen Fragebogen. Von der Dozentin wurden Informationen zur Umsetzung, dem Zeitaufwand und organisatorischen Aspekten gesammelt. Ergebnisse: Für Dozenten ist bei der ersten Umsetzung mit deutlich mehr Arbeit zu rechnen. In folgenden Semestern geht der Aufwand gegen Null. Durch die Selbststudienphasen am PC war auch keine besondere Infrastruktur für den Seminarraum notwendig. Eine konsequente Kursvor- und Nachbereitung durch die Studenten erfolgte nur unter Kontrolle und Druck. Das Feedback der Studenten war überwiegend positiv: gerade die realitätsnahe Anwendung von Wissen, im sicheren Rahmen, mit Spaßfaktor, im eigenen Lerntempo, bei selbstgewähltem Zeitpunkt und Ort wurden hervorgehoben. Schlussfolgerungen: Trotz bekannter Barrieren ist die Umsetzung von E-Learning in der allgemeinmedizinischen Lehre lohnend: Die positive Rückmeldung der Studenten und der langfristig geringe Arbeitsaufwand für Dozenten macht diese Lehrform nicht nur in der Theorie besonders geeignet.
