Strahlentherapie in der Schwangerschaft
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TL;DR
The risks of radiation exposure during pregnancy for the embryo are reviewed depending on the radiation dose and the embryonic/fetal developmental phase.
Abstract
Die Risiken einer Strahlentherapie während einer Schwangerschaft für den Embryo/Fetus werden in Abhängigkeit von der Strahlendosis und der embryonalen Entwicklungsphasen dargestellt. Eine Strahlentherapie ist bei verschiedenen Tumorentitäten bei supradiaphragmalem Tumorsitz mit einer Dosisbelastung unterhalb von 0,1 Gy für den Embryo bei einer Vielzahl von Patientinnen möglich. Durch Verwendung von Zusatzabschirmungen, die optimierte Wahl der Strahlungsart und Energie, der Bestrahlungstechnik, der Einstrahlrichtungen und Feldkollimationen sowie der therapierten Volumina kann die individuelle Strahlenbelastung gesenkt werden. Ist eine Strahlentherapie während der Schwangerschaft zur Kontrolle der Tumorerkrankung unter Abwägung aller Behandlungsalternativen bei der Mutter sinnvoll, kann sie bei Unterschreiten von Schwellendosen im Embryo von 0,1 Gy in Hinsicht auf Fehlbildungen mit geringen Risiken durchgeführt werden. Das absolute Tumorrisiko für das Ungeborene wird durch Dosen unterhalb von 0,1 Gy nur gering erhöht, sodass auch vor diesem Hintergrund eine Strahlentherapie der Mutter vertretbar ist, wenn keine risikoärmere, ähnlich effektive Therapie zur Verfügung steht. Es wird eine Übersicht der therapeutischen Situationen bei den während der Schwangerschaft häufigeren Tumoren gegeben.
