Elektronenmikroskopische Untersuchungen an der Neurohypophyse
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Abstract
Die Zahl der elektronenmikroskopischen Studien, die sich mit der Struktur des neurosekretorischen ZwischenhirnHypophysensystems beschäftigen, ist noch verhältnismäßig gering. Als erster hat es Schiebler (1952) unternommen, das Neurosekret aus dem Hypophysenhinterlappen des Rindes durch Differentialzentrifugieren zu gewinnen und die so erhaltene granuläre Fraktion, deren Körnchen sich mit Chromalaunhämatoxylin färben, elektronenoptisch zu analysieren. Nach den bisher vorliegenden Erfahrungen ist allerdings damit zu rechnen, daß die Methode des Zentrifugierens granuläre Partikel liefert, denen intracytoplasmatische Granula gleicher Beschaffenheit im Ausgangsmaterial nicht entsprechen; es sei nur kurz auf die Mikrosomen–Problematik hingewiesen. Es fragt sich daher, ob die von Schiebler beschriebenen Granula mit einem Durchmesser von 0, 5–2, 5 µ nicht ein Gemenge von Neurosekretgranula, deren Fragmenten und denen anderer Zellbestandteile darstellen. Ein den Cytologen befriedigender Weg zur Aufdeckung der Feinstruktur neurosekretorischer Elemente eröffnete sich erst nach der Einführung der Schnittmethode in die Elektronenmikroskopie.
