Neuere Aspekte über die Orientierungsleistungen von Brieftauben
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Abstract
Der weitaus größte Teil unserer Kenntnisse über die Orientierungsleistungen von Brieftauben ist von Kramer u. Mitarb. mit Tieren der Wilhelmshavener Kolonie gewonnen worden (vgl. Kramer, 1959). Der Wilhelmshavener Raum steht jedoch im Verdacht, womöglich wegen seiner geographischen Gliederung kein günstiges Versuchsgelände abzugeben: Aus nördlichen Richtungen können die Tauben nur in begrenztem Umfang aufgelassen werden. Selbst der vorhandene Raum ist kaum ausgenutzt worden. Vielleicht ist die nord-polarisierte Abfiugstendenz der Tauben, die aus nahezu allen veröffentlichten Diagrammen sofort ins Auge springt (z. B. Wallraff, 1959b, Abb. 8), ein Dressureffekt als Folge überwiegender Auflassungen aus Süden. Die Nord-Überlagerung ist zwar erkannt worden, ihr volles Gewicht kann jedoch erst an Ergebnissen, die unter symmetrischen Verhältnissen zustande gekommen sind, gemessen werden.
