Submissive posture as an adaptation to aggressive behavior in hermit crabs1
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Abstract
Zusammenfassung Bei dem in der Gezeitenzone des tropischen Pazifik haufigen Einsiedlerkrebs Calcinus laevimanus wurde das Kampfverhalten untersucht, indem man zwei Krebse aus ihren Schalen nahm und sic um nur eine ihnen gebotene Schale streiten lies. Jedes Paar wurde zweimal beobachtet, und der Krebs, der die Schale erfolgreich verteidigte oder den anderen aus ihr herausziehen konnte, galt als der Sieger. Im Durchschnitt gab weder das Geschlecht noch der Besitz der Schale den Ausschlag, sondern das Gewicht des Kampfers. Bei der ersten Begegnung wird das Dominanzverhaltnis durch offenen Kampf bestimmt. Er wahrt nur kurz, wenn einer sehr viel angriffslustiger ist als der andere; zwischen Gleichstarken ist er oft lang und grausam. Der Unterlegene geht manchmal in Demutstellung, indem er zu kampfen aufhort und auf die Seite oder den Rucken fallt, ohne jeden Versuch der Verteidigung. Das scheint die Angriffslust des Uberlegenen zu dampfen, der gewohnlich uber dem Besiegten angriffsbereit darauf wartet, ob dieser sich aufrichtet und zu fliehen versucht. Ist die Rangordnung einmal festgelegt, dann lost oft schon ein kurzes Drohen des Siegers durch Heben der linken Schere die Demutstellung des Verlierers aus. Ahnlich beschwichtigende Demutverhaltensweisen beschrieben Crane (1958) und Paroi (1948) bei anderen Wirbellosen; es sind beachtliche Beispiele konvergenter Verhaltensentwicklung im Vergleich mit den Demutgebarden von Wirbeltieren.
