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DAS HINEINWACHSEN IN DIE MOTORISIERTE GESELLSCHAFT. EINE VERGLEICHENDE UNTERSUCHUNG VON SECHS DEUTSCHEN STAEDTEN

Zeitschrift fuer VerkehrserziehungPublished 1 January 1997
A Flade, M Limbourg
Citations4

Abstract

Ziel des Projekts war die Untersuchung des Zusammenhangs zwischen dem Verkehrsklima fuer verschiedene Verkehrsarten in sechs westdeutschen Staedten und den Einstellungen von SchuelerInnen der Sekundarstufe I zum derzeitigen Verkehr und ihrer kuenftigen Mobilitaet und Verkehrsmittelnutzung. Folgende Staedte wurden einbezogen: Oberhausen und Bottrop (autoorientierte Verkehrsplanung), Muenster (fahrradfreundliche Planung), Hamburg (guter oeffentlicher Verkehr) sowie Bielefeld und Darmstadt (gleichberechtigte Behandlung aller Verkehrsarten). Es zeigte sich unter anderem, dass in Staedten mit einer autoorientierten Planung die Schulwege gefaehrlicher sind. Die Verkehrsmittelnutzung auf dem Schulweg haengt vom staedtischen Umfeld sowie von der Laenge des Weges ab. Das Fahrrad ist in Muenster, im Ruhrgebiet und in Hamburg ein haeufig genutztes Verkehrsmittel. In Bielefeld ist der OEPNV das wichtigste Schueler-Transportmittel, in Darmstadt gehen die meisten Kinder zu Fuss zur Schule. Durchschnittlich 26 Prozent der SchuelerInnen hatten schon einen Verkehrsunfall, am haeufigsten war der Zusammenstoss eines Fahrrades mit einem Auto. Je nach dem in den Staedten vorherrschenden Verkehrsklima entwickelt die Jugend bezueglich der Verkehrsmittelwahl unterschiedliche Vorstellungen fuer die Zukunft. Abgesehen davon wird das Fahrrad von allen SchuelerInnen unabhaengig vom Wohnort als sehr positiv bewertet. Abschliessend werden auf der Grundlage der Ergebnisse Empfehlungen fuer kuenftige Planung, Erziehung und Ueberwachung formuliert.

Keywords

Social SciencesHealth ProfessionsBiochemistry, Genetics and Molecular Biology