„Hacktivism“? Online-Medien und Social Media als Instrumente der Klimakommunikation zivilgesellschaftlicher Akteure
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Abstract
Klimawandel und Klimapolitik sind für viele Menschen nicht unmittelbar wahrnehmbar und erreichen sie entsprechend medial vermittelt. Dabei spielen Online-Medien resp. Social Media eine zunehmend größere Rolle. Gerade für -- oftmals ressourcenschwache -- NGOs stellen sie angesichts ihrer geringen Kosten und vielfältigen Kommunikationsmöglichkeiten zentrale Instrumente zur Mobilisierung öffentlicher Meinung dar. Der Artikel liefert einen Überblick über die Internet-Strategien klimabezogener NGOs. Er unterscheidet drei kommunikative Grundmuster: Informationsstrategien, mit denen Umwelt- und Klima-NGOs sich selbst, ihre Ziele und ihr Handeln vorstellen; Aktivierungsstrategien, mit denen Sympathisanten zur Unterstützung und Entscheidungsträger zu Handlungsänderungen veranlasst werden sollen; sowie Vernetzungsstrategien, mit denen sich NGOs untereinander oder mit Aktivisten an der Basis verlinken. Deutlich wird dabei, dass sich bei Klima-NGOs eine breite Palette unterschiedlicher Strategien findet -- aber auch, dass sich viele auf bloße Informationsstrategien beschränken und damit stärker persuasiv und mobilisierend wirkende Wege der Online-Kommunikation, etwa in Social Media, vernachlässigen.
