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Mass Communication and Para-Social Interaction: Observations on Intimacy at a Distance

Published 5 November 2015
Tilo Hartmann
Citations340

Abstract

Real existierende Medienpersonen, etwa eine Fernsehmoderatorin, versuchen beim Zuschauer häufig das intuitive Gefühl auszulösen, sich in einer normalen sozialen Interaktion zu befinden. Gerade in personenzentrierten Unterhaltungsformaten, wie etwa Late-Night-Shows, ist diese Wirkung auf die Zuschauer von Bedeutung, da sie trotz aller Distanz informelle Nähe zur Medienperson herstellen kann. Die gefühlte Nähe und Intimität zu einer Medienperson kann auch nach der Rezeption anhalten und sich zu einer geradezu freundschaftlichen Beziehung entwickeln. In ihrem 1956 erschienenen essayistischen Schlüsselaufsatz "Intimacy at a Distance" haben Horton und Wohl jene Phänomene mit den Konzepten der parasozialen Interaktion und der parasozialen Beziehung umschrieben und das spezifische Interaktionsmuster zwischen den Moderatoren personenzentrierter Unterhaltungsformate und Rezipienten eingehend analysiert. Heute ist der Aufsatz von Horton und Wohl eine der meistzitierten Publikationen der Medienwirkungsforschung. Der Ansatz zählt zum Standardrepertoire der Rezeptions- und Wirkungsforschung. Dabei ist jedoch die Erforschung parasozialer Interaktionen und Beziehungen bis heute von substanziell vom Schlüsselaufsatz abweichenden Interpretationen geprägt.

Keywords

Social SciencesArts and Humanities