Professionelle Lerngemeinschaften von Lehrerinnen und Lehrern
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Abstract
Forschungen aus den USA geben gewichtige Hinweise dafür, dass sog. "professional learning communities" besonders effektiv für schulische Personalentwicklung und das Lernen der Schüler zugleich sind. Sie verbinden und vereinigen wie kein anderer Ansatz das Lehrerlernen mit dem Schülerlernen bzw. Personalentwicklung mit Unterrichtsentwicklung. Professionelle Lerngemeinschaften sind seit längerem in den angelsächsischen Ländern und seit einigen Jahren auch in Deutschland (vgl. Rolff 2000) in aller Munde. Das Konzept der Professionellen Lerngemeinschaft weckt in der Schulentwicklung die Hoffnung, den Königsweg für Qualitätsverbesserung von Schulen und Unterricht weisen zu können. Schulforscher und Schulentwickler bezeichnen mit diesem Begriff engagierte Arbeitsgruppen in Schulen oder produktive Fach- oder Jahrgangskonferenzen, aber auch ganze Kollegien im Aufbruch und sogar umfassende Netzwerke mehrerer innovativer Schulen. Der Begriff droht zu diffundieren. Der Beitrag zielt darauf ab, den Begriff zu klären, den Stand der Forschung zu sichten und vor diesem Hintergrund das Konzept für Schultheorie und Schulentwicklung genauer zu bestimmen und den Stellenwert von Professionellen Lerngemeinschaften für die Schultheorie wie für die angewandte Schulentwicklung herauszuarbeiten. Vor diesem Hintergrund wird eine eigene empirische Studie vorgestellt, die ein Erhebungsinstrument pilotiert, das dazu dient, Professionelle Lerngemeinschaften in Schulen zu identifizieren. (DIPF/Orig.)
