Verfrachtungs-Experimente zur Frage der Geburtsortsprägung beim Trauerschnäpper (Ficedula hypoleuca)
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TL;DR
The authors consider it justifiable to attribute faithfulness to the birthplace to an imprinting-like process of the outward and homeward migr behaviour of a first life Flycatcher.
Abstract
Die Rückkehr von Zugvögeln ins Heimatgebiet ist ein von vielen Arten aufgrund zahlreicher Ringwiederfunde gut bekanntes Phänomen, das als „Geburtsortstreue“ bezeichnet wird. Am Beispiel des in Zentralafrika überwinternden TrauerschnäppersFicedula hypoleuca untersuchten die Verfasser, ob die Kenntnis des Geburtsortes angeboren ist oder durch Prägung bzw. Lernen erworben werden muß. Zur Prüfung dieses Fragenkomplexes wurden 1975 und 1976 Eier, Nestlinge und bis 3 Wochen über den potentiellen Ausfliegetermin im Geburtsgebiet gekäfigte Jungvögel 250 km weit in ein anderes vom Trauerschnäpper bewohntes Gebiet verfrachtet (Versuchsgebiete im westlichen bzw. östlichen Niedersachsen). Da die Brut-Ansiedlungen, welche 1976, 1977 und 1978 von diesen Versuchsvögeln nachgewiesen werden konnten, ausnahmslos im jeweiligen Ausfliege- bzw. Freilassungsgebiet erfolgten, kann die Kenntnis der Heimat nicht genetisch festgelegt sein. Vielmehr erfolgt die Fixierung des Geburtsortes während einer Jugendphase innerhalb kurzer Zeit und in sehr stabiler Weise. Daher halten es die Verfasser für berechtigt, die Erscheinung der „Geburtsortstreue“ auf einen prägungsartigen Vorgang zurückzuführen. In der zusammenfassenden Diskussion wird versucht, einen schematisch-hypothetischen Überblick über das Zug- und Heimkehrverhalten eines Trauerschnäppers innerhalb seines crsten Lebensjahres zu geben.
