GIBT ES FUER STADT UND AUTO EINE GEMEINSAME ZUKUNFT
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Abstract
Einerseits nehmen die Probleme des Strassenverkehrs in den Staedten immerbedrohlichere Formen an, waehrend andererseits mehr und mehr Verkehr auf die Strassen verlagert wird, und zwar sowohl auf den Pkw als auch auf den Lkw. Die wachsenden Umweltprobleme zwingen jedoch dazu, alternative Loesungen zu suchen, die in der Sperrung der Innenstaedte, in Zulassungsbeschraenkungen oder in einer restriktiven Parkraumbewirtschaftung gesehen werden. Da die Strassennetze in deutschen Staedten im allgemeinen besser ausgebaut sind als in anderen europaeischen Laendern, ist hier der Anteil des motorisierten Individualverkehrs besonders hoch. Das fuehrt zu der Forderung, den Verkehr vertraeglicher zu gestalten. Dazu reichen aber technologische Ansaetze, wie sie etwa mit dem computergestuetzten Autofahren gesucht werden, nicht aus; es muessen vielmehr die Rahmenbedingungen geaendert werden: Im Sinne des Verursacher-Prinzips muessen dem Autoverkehr die vollen Kosten, die er verursacht, auferlegt werden. Zur Gueterbelieferung wirdein Verteilersystem auf Stadtebene vorgeschlagen. Im Personenverkehr soll das Umsteigen vom Pkw auf das Fahrrad und den oeffentlichen Nahverkehr gefoerdert werden; der verbleibende motorisierte Verkehr soll zu langsamerer, stadtvertraeglicher Fahrweise gezwungen werden. Freiwillige, individuelle Verhaltensaenderungen beim Autofahren sind ein wichtiger Beitrag zu Verbesserungen.
