Unternehmensnetzwerke und Kernkompetenzen
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Abstract
Es fällt keineswegs schwer, die Aktualität der beiden, in der Regel getrennt voneinander diskutierten Kategorien der “Unternehmensnetzwerke” und “Kernkompetenzen” zu belegen. Dabei ist zunächst die Verbindung der beiden Begriffe “Unternehmen” und “Netzwerk” keineswegs selbstverständlich. Schon die traditionelle Betonung der rechtlichen und wirtschaftlichen (wenn auch nur relativen) Autonomie eines Unternehmens sowie die Akzentuierung seines Wettbewerbscharakters scheinen zumindest auf Anhieb mit der für Netzwerke so charakteristischen Kooperationsfähigkeit und Interaktionsdichte nicht vereinbar zu sein. Die Aktualität der “Unternehmensnetzwerke” leitet sich aus dem offensichtlichen “Versagen” der beiden extremtypischen institutionellen Arrangements “Vertrag” (Markt) und “Organisation” (Hierarchie) ab, in bestimmten Situationen eine effiziente und effektive Umsetzung von Wettbewerbsstrategien zu gewährleisten. Die Welle des “Outsourcing”, die Wiederentdeckung langfristiger Geschäftsbeziehungen und die Faszination, die von atypischen Organisationsformen speziell japanischer Provenienz (z.B. Keiretsu) ausgeht, sind nur einige Beispiele dafür.
